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04.02.2026
05:30 Uhr
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Wenn man Teenager nach ihrem Tag befragt, bekommt man meistens eine Nichtantwort. Doch es gibt einen Weg, sie zum Sprechen zu bringen. Er ist nur sehr schlimm …

"Was wäre für dich schlimmer: wenn du nie mehr hören könntest oder nie mehr sehen"? – "Was wäre für dich schlimmer: wenn du noch sprechen könntest, aber niemand hört zu – oder wenn man dir zuhört, du aber nichts mehr sagen kannst?" – "Was wäre für dich schlimmer: wenn du jeden Tag Schmerzen hättest oder jeden Tag Angst?" – "Was wäre für dich schlimmer: wenn du immer ehrlich wärst oder nie wieder etwas für dich behalten könntest?" Solche Fragen höre ich von meiner Tochter Juli eigentlich jeden Tag. Sie denkt sich ununterbrochen Situationen aus, in denen ihr Vater zwischen zwei sehr großen Übeln wählen muss. Es droht stets das Allerschlimmste oder das Allerallerschlimmste, es geht nur um Nuancen der Katastrophe. Was sind das nur für Fragen? "Würdest du lieber nie mehr essen oder nie mehr trinken können?" – "Würdest du lieber einem hungrigen Wolf oder einem hungrigen Bären begegnen?" – "Würdest du lieber von den Füßen her oder vom Kopf her aufgefressen werden?"